„Mein letztes Stündlein hat geschlagen. Das habe ich gedacht und sogar zweimal.
Das erste Mal, als die Dosenöffner mit diesem Dreikäsehoch nach Hause kamen. Vor fast 2 Wochen war das. Er sprang wie ein Känguru und schrie wie eine Ziege. Beides ununterbrochen. Ich bin sofort ausgezogen. Zack, bin ich ins Gästebett gesprungen, unter die Decke. Ich sehe nichts, ich werde nicht gesehen und höre das Gezeter nur gedämpft. Ich habe keine Ahnung, was die Dosenöffner sich dabei gedacht haben, diesen Hooligan ins Haus zu holen. Er frisst ihnen die Haare vom Kopf und mir aus dem Napf. Letzteres stoppte jedoch abrupt an Tag 2. Er übergab sich und im Katzenklo roch es äußerst unangenehm.
Ich frass seinen Napf leer.
Das hätte ich lieber bleiben lassen. So begann es, dass ich zum zweiten Mal das letzte Stündchen schlagen hörte. Ein Tag später ging es bei mir los. Und während dieser Purrlock Holmes bereits wieder hüpfte, meckerte und frass, war mir katzenelend. Nichts ging mehr. Tagelang. Ich hatte furchtbares Bauchweh und mir war ständig kotzübel. Ich zog ins Badezimmer, hoffte im Waschbecken oder auf den kalten Fliesen in der Dusche würde es schneller gehen. Der letzte Gang. Das letzte Stündlein. Das der Möchtegerndetektiv munter mit der hauseigenen Schiffsglocke einläutete. Die Dosenöffner schleppten mich zur Tierärztin. Einmal, zweimal, dreimal. Ich hasste es, aber ich habe überlebt. Langsam kehrte Leben in den schwachen Leib zurück.
Ich rüste mich nun für den Kampf mit dem Terrorzwerg. Ich werde ihn an seinen viel zu großen Ohren packen und ihm zeigen, wer hier der Boss ist. Wenn der glaubt, das Dosenöffner-Schlafzimmer gehöre ihm, hat er die Rechnung nicht mit dem Erbsenprinz gemacht.
Ich, Quincy von der Erbse, gebe so schnell nicht auf. Überhaupt, so etwas will Detektiv werden? Ich habe ihm beim Frühstück die lokale Zeitungsbeilage zur Berufswahl untergeschoben. Zur Neuorientierung.“


