„Etwas ist faul im Staate Dänemark. Das spüre ich deutlich. Unter den Kissen vibriert es. Über den Kissen flirrt die Luft. Die Dosenöffner flüstern. Manchmal singen sie. Aber gestern haben sie mich den ganzen Tag allein gelassen. Das war langweilig. Boring! Sogar das Mittagessen habe ich verschlafen. Der Futter-Roboter klingelte um 12:00 wie blöd, aber ich lass mir doch nicht diktieren, wann ich Hunger habe. Als der Hunger dann meinen Tiefschlaf unterbrach, öffnete sich der blöde Automat nicht. Ich habe lange gemauzt. Zwecklos. Dieser herzlose Kerl ist unbestechlich. Er tut, was er will. Er quält mich. Er hat eine Agenda.
Nach der Rückkehr der Dosenöffner wurde ich geherzt und geküsst. Nass ging es zu. Bäh! Dann sagten sie es. Noch eine Woche! Nächsten Sonntag ist es soweit. Nur was? Ich habe ungefähr eine halbe Stunde darüber nachgedacht, so lange, bis ich einschlief.
Eben ist es mir eingefallen. Es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Dieser Amsterdamer Meisterdetektiv zieht ein. Purrlock Holmes. Die feindliche Übernahme steht kurz bevor. Ausgerechnet jetzt. Meine Krallen wurden gerade sehr kurz geschnitten. Das hat doch System. Ich soll unterworfen werden. Erst vom Futtermonster, dann von den Dosenöffnern. Sie reden nur noch in Rätseln und verhalten sich absichtlich völlig unauffällig. Aber ich merke das. Das Vibrieren und Flirren bilde ich mir nicht ein.
Dieser Shakespeare irrt. Es geht nicht um Dänemark. Nicht in Dänemark ist was faul. Nicht bei diesem Hamlet, sondern hier und jetzt.
Euer erbsenprinz“

