„Man sieht es mir nicht an, aber ich bin im Panikmodus. Meine Dosenöffnerin war kürzlich im Tierheim Stapelmoor und ich hege nun den Verdacht, dass ich abgeschoben werden soll!

Warum sonst soll sie dort vorstellig geworden sein? Mir fällt kein anderer Grund ein. Jederzeit kann man mich nun abtransportieren. Ich bin verzweifelt. Vielleicht war ich zu mäkelig, zu undankbar, zu anspruchsvoll. Ich gelobe Besserung und will mich nun mehr nützlich machen. Heute habe ich beim Frühstück nicht um Futter gebettelt, sondern die Seiten dieses dicken Wälzers beschwert, um ihr spontanes und ungewolltes Umblättern zu hindern. Langweilig! Eine Biografie über eine Frau, die sehr viel gedacht, gesagt, geschrieben und geraucht hat. Mir raucht auch der Kopf. Und mein Nacken schmerzt. Voll unbequem, dieses Buch. Aber ich halte aus. Ich habe eine wichtige Aufgabe. Ich will schließlich hier bleiben. Trotz allem, trotz der Erbsen.“




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