„Der Dosenöffner ist von seinem Stuhl aufgestanden und ich habe nicht gezögert. Mein Dosenöffner hat nämlich Rücken und der will warm gehalten werden. Sollte er also zurückkehren auf seinen Platz, ist dieser schön warm und kuschelig. Falls er nicht zurückkehrt, ist es auch nicht schlimm. Hier liegen garantiert keine Erbsen, denn nicht einmal Dosenöffner sind so dumm, sich selbst welche unter das Kissen zu legen.
Sollte man meinen. Also ich meine das.


Ich habe auch sehr viele Meinungen zu den Leserbriefen, die mich zu meinem letzten Beitrag erreicht haben. Vor allen Dingen freue ich mich, dass ihr lebhaften Anteil an meinem Schicksal nehmt.
Die einen meinen, es geschähe mir nicht unrecht, abgeschoben zu werden, und ganz Unrecht haben diese Einen nicht. Aus diesem Grund suche ich jede Gelegenheit, mich nützlich zu machen. Ich will eine bessere Katze werden.
Andere meinen, es habe einen anderen Grund, dass meine Dosenöffnerin das Tierheim aufgesucht habe. Es wurde der Vermutung Ausdruck verliehen, dass man einen Sozialpartner für mich suche. Darüber habe ich lange nachgedacht. Eigentlich bin ich sehr froh in meiner Rolle als Einzelprinz. Das war ich ja nicht immer. Erst seit Tabasco und Yoshi die Erbsenbasis am Kanal über den Regenbogen endgültig verlassen haben, bekomme ich die Aufmerksamkeit, die mir gebührt, und werde vor allen Dingen, nicht mehr von den beiden hochwohlgeborenen Siams gemobbt. Sollte ich mir unter diesen Umständen tatsächlich Gesellschaft wünschen? Wohl kaum. Aber wenn genau das der Plan meiner Dosenöffner ist, sollte ich vielleicht sofort wieder aufhören, mich um Nützlichkeit zu bemühen. Vielleicht ist es genau diese Wesensänderung, wegen der sich die Dosenöffner sorgen?
Was meint ihr?“
