Malen nach und mit der Natur

Kalenderblätter mit Mikroaufnahmen aus der Natur inspirierten mich zu den folgenden zwei Bildern.

Das kleinteilige Arbeiten hat mich an Malen nach Zahlen erinnert, nur dass die Zahlen fehlten. Noch immer scheint es mir (mit meinen bisherigen Mitteln) unmöglich, die feine Granularität unserer wunderbaren Natur nur annähernd wiederzugeben, trotzdem bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Sowohl „Strandflieder-Trieb“ aus dem August 2025 (links) als auch „Eichenmistel“ aus dem November 2025 (rechts) entfalten ihren Zauber besonders durch die Farben, die ich vermutlich ohne das Vorbild nicht so gewählt hätte. Ich habe etwas darüber gelernt, wie es mir gelingen kann, einen Eindruck zu vermitteln, ohne eine exakte Nachbildung zu versuchen.

Grundlage für das „Seerosenblatt“ (August 2025) war ein Foto eines Seerosenblattes. Der Versuch, es in Schattierungen von hellem Grün nachzubilden, hat mich nicht zufrieden gestellt. Ein Bild ist erst fertig, wenn es fertig ist. Dieses Motto hilft mir, wenn ich das Gefühl des Scheiterns mich erfasst. Von wegen, sage ich dann, ich bin nur noch nicht fertig. Nach etlichen Versuchen der Ausschmückung, sehr ihr nun das Endergebnis.

Die „Hortensie“ (August 2025) war ein Experiment. Hortensieblätter aus dem Garten wurden eingefärbt, auf die Leindwand aufgebracht und getrocknet. Manche Details gelangen, andere weniger. Also habe ich mit dem Pinsel ergänzt, was zu verstärken oder zu ergänzen war. Die Idee, mit Pflanzen zu „malen“, werde ich sicher wieder aufnehmen.

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